
Eco Rokoko: Eine landschaftsarchitektonische Entwurfsmethode der Fülle für kompakte urbane Räume in Mitteleuropa
Mania Lohrengel
Die Stadtstressforschung nach Mazda Adli empfiehlt eine intensive Nutzung leicht zugänglicher Grünräume zur Förderung eines gesunden Lebens in der Stadt. Diese Freiräume sind zunehmend einem Wechsel unterschiedlicher Wetterextreme ausgesetzt. Daraus ergibt sich die grundlegende Frage, was Landschaftsarchitektur zukünftig als Entwurfsdisziplin dazu beitragen kann, qualitätvolle, resiliente und anpassungsfähige Orte zu erschaffen.
Ein Blick in die europäische Entwurfsgeschichte überliefert ausgehend vom antiken Kontrapost das Prinzip von Standbein und Spielbein welches auf besondere Weise in der Stilrichtung des Rokokos (ca.1720-1780) kultiviert wurde. Das damit verbundene Versprechen eines beweglichen und zugleich stabilen Systems ist eine genaue Betrachtung im Entwurfsprozess wert, gerade da die geplante und gebaute Umwelt unsicheren Transformationsprozessen unterliegt.
Die Epoche des Rokokos kombiniert mit einer Geste der Fülle Gestaltungselemente, die sich regional insbesondere in den sakralen Innenräumen des Voralpenlandes manifestiert haben. Gegründet in den persönlichen Erfahrungen einer Kindheit in der Ökobewegung der 1970er und 1980er Jahre in Bayern kombiniere ich in meiner landschaftsarchitektonischen Praxis ökologische Ideale mit den Gestaltungsprinzipien des Rokokos zur Entwurfsmethode Eco Rokoko. Dabei wird die Erfahrungswelt dieser besonderen Innenräume gezielt in den Freiraum übertragen.
Eco Rokoko ist als Entwurfsmethode für dichte urbane Räume und kleinräumige Orte konzipiert. Sie entwickelt kompakte, klimaadaptive Freiräume als bewusste Kontraste zum harten, mineralisch geprägten Stadtgefüge. Durch die Verflechtung technischer, ökologischer und gestalterischer Elemente können kleine oder bislang übersehene Räume in landschaftsarchitektonische Kompositionen der Fülle verwandelt werden, die Klimaresilienz mit räumlichem und sinnlichem Reichtum verbinden.
Abb. Schnittansicht Wettbewerbsbeitrag QH Straight Heidequartier 1.Preis 2017 Copyright: LOHRENEL LANDSCHAFT und Robertneun Architekten

Mania Lohrengel
Die Stadtstressforschung nach Mazda Adli empfiehlt eine intensive Nutzung leicht zugänglicher Grünräume zur Förderung eines gesunden Lebens in der Stadt. Diese Freiräume sind zunehmend einem Wechsel unterschiedlicher Wetterextreme ausgesetzt. Daraus ergibt sich die grundlegende Frage, was Landschaftsarchitektur zukünftig als Entwurfsdisziplin dazu beitragen kann, qualitätvolle, resiliente und anpassungsfähige Orte zu erschaffen.
Ein Blick in die europäische Entwurfsgeschichte überliefert ausgehend vom antiken Kontrapost das Prinzip von Standbein und Spielbein welches auf besondere Weise in der Stilrichtung des Rokokos (ca.1720-1780) kultiviert wurde. Das damit verbundene Versprechen eines beweglichen und zugleich stabilen Systems ist eine genaue Betrachtung im Entwurfsprozess wert, gerade da die geplante und gebaute Umwelt unsicheren Transformationsprozessen unterliegt.
Die Epoche des Rokokos kombiniert mit einer Geste der Fülle Gestaltungselemente, die sich regional insbesondere in den sakralen Innenräumen des Voralpenlandes manifestiert haben. Gegründet in den persönlichen Erfahrungen einer Kindheit in der Ökobewegung der 1970er und 1980er Jahre in Bayern kombiniere ich in meiner landschaftsarchitektonischen Praxis ökologische Ideale mit den Gestaltungsprinzipien des Rokokos zur Entwurfsmethode Eco Rokoko. Dabei wird die Erfahrungswelt dieser besonderen Innenräume gezielt in den Freiraum übertragen.
Eco Rokoko ist als Entwurfsmethode für dichte urbane Räume und kleinräumige Orte konzipiert. Sie entwickelt kompakte, klimaadaptive Freiräume als bewusste Kontraste zum harten, mineralisch geprägten Stadtgefüge. Durch die Verflechtung technischer, ökologischer und gestalterischer Elemente können kleine oder bislang übersehene Räume in landschaftsarchitektonische Kompositionen der Fülle verwandelt werden, die Klimaresilienz mit räumlichem und sinnlichem Reichtum verbinden.
Abb. Schnittansicht Wettbewerbsbeitrag QH Straight Heidequartier 1.Preis 2017 Copyright: LOHRENEL LANDSCHAFT und Robertneun Architekten
