
Wertschätzen, Reparieren, Transformieren – Umbauen zu identitätsstiftenden Orten
Veronika Schubach
In vielen ländlichen Regionen Deutschlands prägt der Leerstand funktional obsolet gewordener Alltagsbauten zunehmend das Ortsbild. Mit dem Verlust ihrer Nutzung verlieren diese Gebäude häufig auch ihre gesellschaftliche Bedeutung. Leerstand wird damit nicht nur zum Ausdruck demografischer und ökonomischer Veränderungen, sondern zu einer zentralen architektonischen Herausforderung: Wie kann vorhandene Substanz unter begrenzten Ressourcen transformiert werden, sodass Reparatur zu einem räumlich wirksamen Entwurfsinstrument wird?
Während Umbaukultur, Reparatur und zirkuläres Bauen intensiv diskutiert werden, bleibt weitgehend ungeklärt, wie sich Reparatur als konkrete Handlung in architektonische Form übersetzt und neue Formen räumlicher und sozialer Verortung hervorbringt. Insbesondere für Alltagsbauten im ländlichen Raum fehlt bislang eine entwurfsbasierte Strategie, die materielle Transformation, räumliche Artikulation und gesellschaftliche Bedeutung systematisch miteinander verschränkt.
Die Dissertation untersucht, wie leerstehende Gebäude in kleinen Dörfern durch den Einsatz lokal zirkulierender Rest- und Abfallmaterialien repariert und weitergebaut werden können. Im Zentrum steht die Frage, wie aus konkreten Reparaturhandlungen architektonische Form entsteht und wie diese Form Prozesse der Aneignung, Identifikation und Beziehung zwischen Gebäude und Bewohnerinnen und Bewohnern beeinflusst.
Methodisch folgt die Arbeit einer entwurfsbasierten Forschung (Research by Design), in der Entwurf als Erkenntnisinstrument eingesetzt wird. Experimentelle Reparaturstudien werden in architektonische Entwürfe überführt, vergleichend ausgewertet und theoretisch verdichtet. Ziel ist die Entwicklung einer übertragbaren Entwurfsstrategie, die Reparatur als architektonisch wirksame Praxis präzisiert.

Wertschätzen, Reparieren, Transformieren – Umbauen zu identitätsstiftenden Orten
Veronika Schubach
In vielen ländlichen Regionen Deutschlands prägt der Leerstand funktional obsolet gewordener Alltagsbauten zunehmend das Ortsbild. Mit dem Verlust ihrer Nutzung verlieren diese Gebäude häufig auch ihre gesellschaftliche Bedeutung. Leerstand wird damit nicht nur zum Ausdruck demografischer und ökonomischer Veränderungen, sondern zu einer zentralen architektonischen Herausforderung: Wie kann vorhandene Substanz unter begrenzten Ressourcen transformiert werden, sodass Reparatur zu einem räumlich wirksamen Entwurfsinstrument wird?
Während Umbaukultur, Reparatur und zirkuläres Bauen intensiv diskutiert werden, bleibt weitgehend ungeklärt, wie sich Reparatur als konkrete Handlung in architektonische Form übersetzt und neue Formen räumlicher und sozialer Verortung hervorbringt. Insbesondere für Alltagsbauten im ländlichen Raum fehlt bislang eine entwurfsbasierte Strategie, die materielle Transformation, räumliche Artikulation und gesellschaftliche Bedeutung systematisch miteinander verschränkt.
Die Dissertation untersucht, wie leerstehende Gebäude in kleinen Dörfern durch den Einsatz lokal zirkulierender Rest- und Abfallmaterialien repariert und weitergebaut werden können. Im Zentrum steht die Frage, wie aus konkreten Reparaturhandlungen architektonische Form entsteht und wie diese Form Prozesse der Aneignung, Identifikation und Beziehung zwischen Gebäude und Bewohnerinnen und Bewohnern beeinflusst.
Methodisch folgt die Arbeit einer entwurfsbasierten Forschung (Research by Design), in der Entwurf als Erkenntnisinstrument eingesetzt wird. Experimentelle Reparaturstudien werden in architektonische Entwürfe überführt, vergleichend ausgewertet und theoretisch verdichtet. Ziel ist die Entwicklung einer übertragbaren Entwurfsstrategie, die Reparatur als architektonisch wirksame Praxis präzisiert.
