
Zwischen Bild und Raum – Das digitale Modell als operatives Entwurfswerkzeug
Willi Wagner
Entwerfen heißt, Entscheidungen treffen. Architektonische Elemente werden gesetzt, zueinander in Beziehung gebracht, verändert oder verworfen. Doch worauf gründet das Urteil, eine räumliche Lösung sei angemessen, präzise oder besser als eine andere? Voraussetzung ist eine architektonische Idee, die bereits zu Beginn des Entwurfsprozesses als klare Absicht formuliert wird und aus dieser sich Kriterien für die weitere Bearbeitung ableiten lassen.
Das digitale Modell dient dazu, diese Entwurfsabsicht räumlich zu konkretisieren und die daraus abgeleiteten Entscheidungen zu überprüfen. In ihm lassen sich Geometrien, Proportionen, Öffnungen und Lichtverhältnisse gezielt verändern und aus unterschiedlichen Blickpunkten betrachten. Das aus dem Modell erzeugte Bild hält einen dieser Blicke fest. Es ist ein begrenzter und komponierter Ausschnitt des digitalen Raumes, bleibt jedoch stets Teil eines größeren räumlichen Zusammenhangs.
Das Promotionsvorhaben untersucht dieses Verhältnis zwischen Bild und Raum. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das digitale Modell und die daraus erzeugten Bilder dazu beitragen, Entwurfsentscheidungen anhand zuvor formulierter Kriterien zu treffen und zu beurteilen. Das Bild wird dabei nicht allein als Mittel der Darstellung verstanden. Es macht räumliche Qualitäten sichtbar, ermöglicht den Vergleich unterschiedlicher Zustände und dient der Prüfung, ob eine Entwurfsentscheidung der zuvor formulierten Absicht entspricht. Zugleich stellt sich die Frage, ob eine im Bild überzeugende Lösung tatsächlich eine räumliche Qualität besitzt oder lediglich innerhalb des gewählten Ausschnitts funktioniert. Die Spannung zwischen Bildqualität und Raumqualität bildet daher einen zentralen Ausgangspunkt der Untersuchung.
Methodisch folgt die Arbeit dem Ansatz der entwurfsbasierten Forschung. Anhand serieller Untersuchungen innerhalb der eigenen Entwurfspraxis werden digitale Modelle entwickelt, betrachtet und gezielt verändert. Die Entwurfsentscheidungen, ihre jeweiligen Kriterien und ihre Überprüfung im digitalen Bild werden fortlaufend dokumentiert und reflektiert.

Zwischen Bild und Raum – Das digitale Modell als operatives Entwurfswerkzeug
Willi Wagner
Entwerfen heißt, Entscheidungen treffen. Architektonische Elemente werden gesetzt, zueinander in Beziehung gebracht, verändert oder verworfen. Doch worauf gründet das Urteil, eine räumliche Lösung sei angemessen, präzise oder besser als eine andere? Voraussetzung ist eine architektonische Idee, die bereits zu Beginn des Entwurfsprozesses als klare Absicht formuliert wird und aus dieser sich Kriterien für die weitere Bearbeitung ableiten lassen.
Das digitale Modell dient dazu, diese Entwurfsabsicht räumlich zu konkretisieren und die daraus abgeleiteten Entscheidungen zu überprüfen. In ihm lassen sich Geometrien, Proportionen, Öffnungen und Lichtverhältnisse gezielt verändern und aus unterschiedlichen Blickpunkten betrachten. Das aus dem Modell erzeugte Bild hält einen dieser Blicke fest. Es ist ein begrenzter und komponierter Ausschnitt des digitalen Raumes, bleibt jedoch stets Teil eines größeren räumlichen Zusammenhangs.
Das Promotionsvorhaben untersucht dieses Verhältnis zwischen Bild und Raum. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das digitale Modell und die daraus erzeugten Bilder dazu beitragen, Entwurfsentscheidungen anhand zuvor formulierter Kriterien zu treffen und zu beurteilen. Das Bild wird dabei nicht allein als Mittel der Darstellung verstanden. Es macht räumliche Qualitäten sichtbar, ermöglicht den Vergleich unterschiedlicher Zustände und dient der Prüfung, ob eine Entwurfsentscheidung der zuvor formulierten Absicht entspricht. Zugleich stellt sich die Frage, ob eine im Bild überzeugende Lösung tatsächlich eine räumliche Qualität besitzt oder lediglich innerhalb des gewählten Ausschnitts funktioniert. Die Spannung zwischen Bildqualität und Raumqualität bildet daher einen zentralen Ausgangspunkt der Untersuchung.
Methodisch folgt die Arbeit dem Ansatz der entwurfsbasierten Forschung. Anhand serieller Untersuchungen innerhalb der eigenen Entwurfspraxis werden digitale Modelle entwickelt, betrachtet und gezielt verändert. Die Entwurfsentscheidungen, ihre jeweiligen Kriterien und ihre Überprüfung im digitalen Bild werden fortlaufend dokumentiert und reflektiert.
